Ein neues (Management-) Prinzip?

Ich kämpfe seit Wochen mit einer Virusinfektion und deren Folgen. Dabei durfte ich eine tolle Erfahrung machen: Ein Arzt kümmerte sich medizinisch in einer Art und Weise um mich, wie ich es bisher noch nicht erlebt habe. Das war mehr als helfen wollen, sich in mich hineinversetzen, kümmern, Kundenorientierung … Ich habe lange überlegt, wie ich das nennen. Und dann habe ich das Wort gefunden: Hingabe.

Wenn man nach dem Wort Hingabe googelt, kommt nicht viel Weiterbringendes. Und auch die Suche beim großen Internethändler bringt Bücher mit Psychothrillern und Verfallens-Belletristik. Hingabe scheint recht eindimensional besetzt zu sein.

Dabei gibt es auch andere Perspektiven, u.a. sich hingebungsvoll mit etwas zu beschäftigen und sich darauf einzulassen. Wenn man das tut, brennt man für seine Sache und Aufgabe. Sei es beruflich oder privat. Wir merken es im Laden oder Restaurant sofort, ob der Geschäftsabschluss oder wir im Mittelpunkt stehen.

Mit Hingabe sind andere Menschen zu begeistern. Unser Gegenüber merkt, dass er die Hauptperson und keine Nummer ist. Und für einen selbst zahlt sich Hingabe auch aus: Wir tun gerne, was wir tun und wollen Erfolg damit haben. Wir haben unheimlich viel Power und Intensität, die anstecken können.

Neben die ganzen Lolla-, Peter-, Arroganz-, Robbins-Power-, usw. –Postulate stelle ich hiermit eine (nicht ganz ernst gemeinte) neue Gesetzmäßigkeit: Das Hingebungs-Prinzip.

04. September 2012 von Christoph Nowag | Kategorien: Think | 1 Kommentar

Ich bin dann mal weg.

Den nächsten Blogbeitrag gibt es wieder am Dienstag, den 04. September 2012.  Bis dahin bin ich mehr oder weniger offline.

Es gibt ja noch so viele spannende Themen ….

13. August 2012 von Christoph Nowag | Kategorien: Blog | 2 Kommentare

Schreibtisch Markus Danninger

Markus Danninger
Geschäftsführender Gesellschafter der Atikon GmbH
Kanzleimarketing für StB, WP und RA

http://www.atikon.com

Ich wurde mal (von einem Freund, und Freunde dürfen das!) als „Einzelstück“ bezeichnet – ich nehme es als Kompliment. Auch meine Arbeitsumgebung passt ganz gut in diese Kategorie. Ich habe bewusst eine schlichte, arbeitsplatzuntypische Version gewählt, um mich besonders wohl zu fühlen. Ich mag es aufgeräumt, das ermöglicht mir eine fokussierte Arbeitsweise. Denn ich bin überzeugt: „ Erfolg beginnt im Kopf!“

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Wie sieht es in anderen Büros aus? Das ist nicht nur Neugier, sondern vielleicht erhält man auch Anregungen. Jeden Freitag wird ein vom Nutzer selbst fotografierter Schreibtisch gezeigt. Wenn auch Sie Ihren Schreibtisch zeigen wollen, mailen Sie bitte ein Bild und teilen Sie mit, ob Name, Homepage-URL und der Beruf veröffentlicht werden dürfen. info@steuerberatercoach.de

10. August 2012 von Christoph Nowag | Kategorien: Bürobilder | 1 Kommentar

Kreativitätsblitze beim Müßiggang.

Vor kurzem saßen wir während eines Hochzeitsgottesdienstes in der Kirche. Als dann Trompeter und Organist noch ‘Air’ von Bach spielten, war es nur noch Wohlgefühl. Und auf einmal zuckten ein paar Ideen durch meinen Kopf, die ich in meinem roten Büchlein notieren musste, um sie nicht wieder zu verlieren. Meine Frau wundert so etwas schon längst nichts mehr, aber ganz normal kommt es ihr glaube ich immer noch nicht vor.

Wenn ich darüber nachdenke, wann mir gute Ideen kommen, wann ich kreativ bin, gibt es bei mir insbesondere drei Situationen:

1. Situation: Ich habe eine Aufgabe und beleuchte diese Frage immer wieder von vielen verschiedenen Seiten. Ich gehe richtiggehend damit schwanger. Und irgendwann ist ausgebrütet und die Antwort bricht sich Bahn.

2. Situation: Ich produziere auf Teufel komm raus. Es geht um Menge. Das kann weit über das Brainstorming hinaus gehen.  Irgendwann bewerte ich (oder andere) die Ergebnisse. Auf dieser Grundlage wird dann weiter, in eine bestimmte Richtung, gedacht.

3. Situation: Ich tue gar nichts, sondern bin einfach nur. Es ist eine kleinere oder größere Auszeit. Ich habe Müßiggang. Und auf einmal ist vielleicht eine Idee da wie ein Blitz. Keine Ahnung wo das herkommt. Vielleicht, weil sich Gedanken neu sortieren und verknüpfen. Oder weil man für Reize empfänglicher wird. Oder …

Von allen drei Situationen habe ich am häufigsten beim Müßiggang für mich neue und gute Ideen. Ich gehe dann keiner sinnvollen Beschäftigung nach und versuche nicht, schnellstmöglich Aufgaben zu erledigen. Es ist Platz und Zeit da, um diesen Ideen auch noch etwas nachzuhängen, einzufangen oder sie vielleicht auch wieder fliegen zu lassen.

Das spannende ist dann, diese Kreativitätsblitze in den Alltag hinüber zu retten und mehr daraus zu machen. Der erste Schritt ist die schnellstmögliche Notiz in meinem allzeit bereiten Notizbüchlein. Und vielleicht bringe ich dann die Idee auch auf die Straße.

Wann haben Sie gute Ideen?
Und was machen Sie, damit aus der Idee auch Wirklichkeit wird?

07. August 2012 von Christoph Nowag | Kategorien: Think | 2 Kommentare

Schreibtisch Rüdiger Stahl

Rüdiger Stahl
Steuerberater

http://www.ruediger-stahl.de/
http://steuerschmiede.de/

Wenn einem nur ein Ausschnitt präsentiert wird könnte der Eindruck erweckt werden: alles ist aufgeräumt – hier wird nicht mehr gearbeitet. Aber den ganzen Schreibtisch dann betrachtet  erkennt man: Hier wird doch noch am Freitag Nachmittag in den letzten Zügen geschafft. Wichtig ist in meinen Augen von einem Volltischler zum Leertischler zu  kommen!  Bei uns haben wir dies durch   Dokumentenmanagementsystem, großem Scanner und den Arbeitsabläufen  geschaffen: ein papierloses internes Büro . Zur Zeit sind wir daran dies auch nach außen verstärkt zu praktizieren!

03. August 2012 von Christoph Nowag | Kategorien: Bürobilder | Kommentare deaktiviert für Schreibtisch Rüdiger Stahl

Zwischen Produktion, Identifikation und Veränderung.

Wenn ein Unternehmen die Phase der Existenzgründung verlassen hat, verändern sich die Aufgaben und die Perspektiven. Das Unternehmen steht jetzt für etwas: Es gibt Produkte, eine Unternehmenskultur, Kundenbeziehungen, vielleicht Mitarbeiter. Wenn man die richtige Windströmung im Markt erwischt hat, läuft es gut und das Unternehmen ist erfolgreich. Man hat seine Cashcow.

Doch dann sollte es weitergehen. Veränderung, Fortschritt und Innovation sollten angesagt sein, um weiterhin erfolgreich zu sein. Einfach ist es in einem Unternehmen nicht, Veränderungen zu gestalten. Und man selbst und die Mitarbeiter ziehen unterschiedlich mit. Das könnte damit zusammen hängen, dass wir alle unterschiedliche Typen sind.

Manche von uns sind die Produzenten, die Ihre Aufgaben mit Schwung erledigen und das Unternehmen am Laufen halten. Mit einem solchen Typus in Reinform, dürfte das Unternehmen im höchstem Maße produktiv sein. Es zählt die Leistung

Andere wiederum verkörpern das Unternehmen nach innen wie nach außen. Sie identifizieren sich damit und tragen die Unternehmens-DNA weiter. In Reinform, hätte man zwar eine angenehme und kuschelige Unternehmensatmosphäre. Doch Geld würde nur schwer verdient.

Der dritte Typus möchte verändern. Die eigenen Produkte, Prozesse usw. werden ständig überprüft und überarbeitet. Er versucht neue Strömungen zu erkennen und Antworten darauf zu finden. Wieder in Reinform würde nur noch experimentiert und verändert. Doch Leistungen würden nicht zu den Kunden gebracht und das Unternehmen wäre ohne Seele.

Mag sein, dass dieses Typisierungsmodell etwas einfach gestrickt ist. Doch mir zeigt es eines deutlich: Ich brauche die Leistung am Markt, die Identifikation mit dem Unternehmen und die Innovation. Oder anders: Ich muss die Gehälter zahlen können, möchte ein Unternehmen mit und für Menschen haben und auch in der Zukunft bestehen zu können.

Das Dreieck muß nicht in perfekter Balance sein, aber doch so ausgewogen, dass keine totale Schieflage entsteht. Wenn ich Einzelkämpfer bin, wird es nicht ganz einfach sein, alleine allen Ansprüchen gerecht zu werden. Wenn ich Mitarbeiter habe, wird auch hier die Mischung eine Herausforderung sein.

31. Juli 2012 von Christoph Nowag | Kategorien: Think | 1 Kommentar

Schreibtisch Silke Schneider

Silke Schneider
Steuerberaterin
Steuerberatersozietät Schneider & Kind

http://www.schneider-kind.de/

Jeden Morgen setze ich mich an eine aufgeräumten Schreibtisch. So kann ich mit den für den Tag geplanten Arbeiten beginnen. Dies sind nämlich nicht zwingend die Arbeiten vom Vorabend. Nach dem Aufräumen des Schreibtischs setzte ich mich hin und plane meine Aktivitäten für den Folgetag. Somit ist gewährleistet, dass wichtige Arbeiten nicht durch das Alltagsgeschäft verdrängt werden. Ich plane nicht nur „produktive“ Arbeiten ein, sondern auch die unternehmerischen Tätigkeiten. Die von mir zu Beginn des Jahres gesteckten Ziele werden bei der täglichen Planung mit einbezogen.  Übrigens räume ich den Schreibtisch nach jeder erledigten Arbeit wieder auf. Damit wird der Kopf und der Arbeitsplatz wieder frei für die neue Aufgabe.

27. Juli 2012 von Christoph Nowag | Kategorien: Bürobilder | Kommentare deaktiviert für Schreibtisch Silke Schneider

Konzept und Komponenten.

Existenzgründer zu sein ist nicht einfach. Man hat eine Idee und den festen Glauben daran, dass die Welt darauf wartet. Doch eine Idee hilft noch nichts. Man muss sie auf die Straße bringen. Und dabei gibt es genügend Kreuzungen, Einbahnstraßen und Sackgassen.

Wenn man sich die Inhalte der meisten Existenzgründungsberaterbücher ansieht, ist man schnell bei den Themen Businessplänen, Rechtsformwahl, Kapitalbeschaffung usw. Und ja. All das ist wichtig. Aber der Kern, um den sich doch zu Beginn alles drehen müsste, ist das (Gründungs-)Konzept. Ideen gibt es viele. Aber ein durchdachtes, ausgereiftes und ausgearbeitetes Konzept ist die erste große Hürde, die von den meisten Existenzgründern nicht gemeistert, sondern umgangen wird.

Günter Faltin hat in seinem Buch Kopf schlägt Kapital. Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen zwei Schwerpunkte. Zum einen geht es um Konzepte. Er zeigt Wege auf, wie aus einem Einfall ein tragfähiges Konzept werden könnte. Und er macht keinen Hehl daraus, dass das insbesondere eins ist: Arbeit. Aber diese Hürde gilt es zu nehmen.

Der zweite Schwerpunkt ist die Einbeziehung von Komponenten in das Konzept. Für viele Fragestellungen bieten andere Anbieter bereits professionelle Leistungspakete an, auf die man zurückgreifen kann. Doch viele Existenzgründer versuchen, selbst ihre eigene Logistik-, Kreativ-, EDV- usw. –abteilung zu sein. Dabei gab es wohl noch nie wie heute die Möglichkeit, sein Unternehmen quasi aus verschiedenen schon bestehenden Komponenten zu komponieren und dieses System zum Laufen zu bringen.

Prof. Faltins Buch liest sich gut und verständlich und zeigt dem Existenzgründer wie dem Unternehmer andere Wege auf. Das Buch wird ergänzt um z.B. downloadfähige Literatur auf der Homepage. Ein Buch voller Impulse.

24. Juli 2012 von Christoph Nowag | Kategorien: Bilden | Kommentare deaktiviert für Konzept und Komponenten.

Schreibtisch Iris Anesi

Iris Anesi
Steuerberaterin

http://www.anesi-steuerberaterin.de/

So sieht mein Schreibtisch aus, wenn ich morgens ins Büro komme. Bei der Arbeit sollte immer nur ein Vorgang auf dem Tisch liegen, denn ich möchte  mich auf eine Sache voll konzentrieren. Das schulde ich meinen Mandanten, die mir auch ihr Vertrauen vollumfänglich schenken. Damit trotz papierarmen Büros die verbleibende Papierflut effektiv durch mein Büro geleitet wird, setze ich neben den EDV-gestützten Tools auch auf visuelle Unterstützung: z.B. stecken Bescheide in grünen Hüllen, Einsprüche in roten, die Ausgangspost in blauen…..

Und zur Entspannung wandern meine Augen auch immer wieder zu meinem Aquarium. Seitdem ich dieses habe sind z.B. Telefongespräche mit unangenehmen Inhalten sehr viel enspannter geworden.

20. Juli 2012 von Christoph Nowag | Kategorien: Bürobilder | Kommentare deaktiviert für Schreibtisch Iris Anesi

Ohne Show.

Vor kurzem waren wir an einem ganz besonderen Flecken Erde: Im Berggasthof Fritsch. Ich will jetzt nicht von der tollen Lage, dem guten Essen, den spaßmachenden Weinen und der grandiosen Aussicht berichten, sondern von den Menschen, die uns die Stunden dort zu einem Kurzurlaub haben werden lassen.

Das Haus ist inhabergeführt und überall begegnet man einem weiblichen oder männlichen Familienmitglied. Die Atmosphäre ist herzlich und man fühlt sich überall willkommen. Ein plötzliches Gewitter zieht auf: Die große Terrasse wird in kürzester Zeit geräumt. Einschließlich den Jungs aus der Küche helfen alle mit.

Während des großen Regens ist Zeit für ein Gespräch mit der Bedienung. Die Tonart ist: ‘Es läuft hier gut. Wir haben ein besonderes Arbeits- und Gästeklima. Wir bauen demnächst das Hotel um und werden daher für einige Zeit schließen müßen. Das wird für uns eine spannende Zeit und wir hoffen alle, daß es funktioniert usw.‘
Wer soviel über den Betrieb, die Pläne und die Zukunft weiß, wer mit solcher Inbrunst von ‘wir’ und ‘uns’ spricht, muss zur Familie gehören. Sicherheitshalber fragen wir nach und bekommen sinngemäß zur Antwort: ‘Ich arbeite hier. Zur Familie gehöre ich nicht. Aber hierher, in diesen Betrieb mit diesen Menschen, gehöre ich.‘

Da war ich doch einigermaßen sprachlos. Das war keine gelernte Phrase, genauso wenig wie die ganzen Stunden zuvor keine Show waren. Sondern das ganze Unternehmen und alle Mitarbeiter waren echt und authentisch.

Zum Berggasthof Fritsch: Link

17. Juli 2012 von Christoph Nowag | Kategorien: Think | Kommentare deaktiviert für Ohne Show.