Ich liebe Mind-Maps.

Bild 2014_04_29 Mind-MapWährend meines Studiums (also ‚once upon a time‘), saß ich ab und zu neben einem Kommilitonen, der die Vorlesungen und Seminare ganz anders mitschrieb als wir. Er zeichnete ausgehend von der Blattmitte Linien / Äste, schrieb jeweils auf einen solchen Ast ein Wort, verzweigte weiter, bis er einen ganzen Baum beisammen hatte. Er nutzte unterschiedliche Farben, malte auch einmal ein Bildchen. Während wir Seite um Seite von oben links nach unten rechts vollschrieben, hatte er meist nur eine DinA3 Seite im Querformat mit seinen Ästen, Begriffen, Verknüpfungen und Bildchen gefüllt.

Ich verstand, dass seine Technik schnell geht, Inhalte leicht änderbar sind und Zusammengehöriges prima miteinander verknüpft werden kann. Doch ernsthaft angewendet habe ich es erst, als ich mich auf meine Wirtschaftsprüfer-Prüfung vorbereitete. Jedes Lernkapitel fasste ich auf einer Seite zusammen. Damit musste ich Inhalte strukturieren, Unwesentliches weglassen. Diese Mind-Maps waren schnell erstellt, selbst wenn man sie noch einmal neu fertigen musste. Und sie waren prima zu wiederholen.

Seitdem wende ich Mindmapping häufig an. Um kreativ zu sein, Sachverhalte zu strukturieren, kurze Protokolle zu schreiben usw. Und das erstaunliche ist: Wenn ich diese Mindmaps Dritten geben, finden das alle toll und sind davon überzeugt, dass diese von Tony Buzan in den 70er-Jahren entwickelte Technik sehr hilfreich ist. Noch erstaunlicher ist, dass alle, die es so toll finden, nicht selbst Mind Maps aktiv nutzen. Dabei ist es so einfach: Als erste Einführung reicht z.B. schon der Wikipedia-Eintrag aus, oder man besorgt sich ein kleines Buch über Mind-Maps. Und fängt einfach an. Nach kurzer Zeit merkt man schon selbst, wie einem die Technik am besten hilft.

Neben dem handschriftlichen Erstellen von Mind Maps kann man auch Programme einsetzen und Mindmaps digital erstellen. Es gibt viele Hilfsmittel und Programme. Eine erste Übersicht findet man bei Elke Fleing. Ich selbst nutze neben den handschriftlichen Maps eine bestimmt 15 Jahre alte Programmversion von MindManager.

Ich habe die Hoffnung, dass mehr Menschen diese tolle Technik einsetzen. Und bin gespannt, ob unsere Kinder in der Schule mit Mind-Maps in Berührung kommen. Wenn nicht, bekommen Sie von mir ‚Privatunterricht‘ (wenn sie wollen).

Und was ist mit Ihnen? Nutzen Sie Mind Maps? Bei welchen Tätigkeiten helfen sie Ihnen?

29. April 2014 von Christoph Nowag | Kategorien: Hilfsmittel, Think

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