Mein und Dein Ding.

Bild 2013_09_17 Du und ichUdo Lindenberg singt in seinem Lied
Mein Ding
… Und ich mach’ mein Ding
egal was die ander’n sagen
Ich geh’ meinen Weg
ob grade, ob schräg
das ist egal
Ich mach’ mein Ding …

Das ist es. Das ist Selbstverwirklichung. Wir haben eine Idee und verfolgen diese, arbeiteten daran, setzen sie um, realisieren sie. Solche Erfolgsgeschichten lieben wir. Egal ob als Selbstfindungsgeschichte bei Hape Kerkelings ‚Ich bin dann mal weg‘ oder bei Erfolgsunternehmern wie Richard Branson, Steve Jobs oder anderen.

Wenn wir den Erfolgspredigern Glauben schenken dürfen, kann das jeder von uns. Klares Ziel und tüchtige Anstrengung vorausgesetzt. Gebetsmühlenartig heißt es ‚Mach Dein Ding, schau nicht zu stark nach rechts und links. Der Kunde wird schon kommen‘. Doch unsere Erfahrung zeigt etwas anderes: Die meisten schaffen es eben nicht bis zu ihrem persönlichen Gipfel. Denn irgendwie gibt es außer einem selbst noch die Welt mit Menschen, denen es meistens ziemlich einerlei ist, ob man sein eigenes Ding macht. Sie wollen lieber, dass man etwas für sie macht.

Nur mein Ding gibt es nicht auf Dauer. Der Kunde oder Fan muß mit berücksichtigt werden. Also Selbstverwirklichung im sozialen Kontext. Meine Arbeit muß auch für den anderen bedeutsam sein. Ist sie das nicht, wird es nach kurzer für uns sehr schwer. Keine Kunden, kein Glücksgefühl, kein Geld, keine Freiheit, keine Selbstverwirklichung.

Wir brauchen das Feedback des Marktes. Sonst ist auf Dauer alle Mühe umsonst. Erfolg werden wir dann haben, wenn etwas für mich wichtig ist und ebenso auch für die anderen.
Mein und Dein Ding.

17. September 2013 von Christoph Nowag | Kategorien: Think

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