Nicht nur Kunde, sondern Fan.

Bild 2014_07_15 Bitte eintretenEnde 2013 musste das Restaurant Cassiopeia wegen Abriss des Gebäudes schließen. Eine Institution in Stuttgart verlor ihr Quartier. Die Betreiber waren auf der Suche nach einer neuen Location und als sie diese gefunden hatten musste noch umgebaut und renoviert werden. Über sechs Monate war Funkstille, nur unterbrochen durch gelegentliche Hinweise, dass es noch dauert.

Doch dann waren sie plötzlich wieder da, verkündeten das auf ihrer Homepage und verschickten einen Email-Newsletter. Sie riefen. Und viele kamen. Prompt war das Restaurant wieder gut besucht. Viele der Kunden sind nicht nur Gäste, sondern Fans.

Von Peter F. Drucker stammt der Satz ‚Die besten Unternehmen schaffen keine Kunden. Sie schaffen Fans.‘ Dazu gehört es, sich Gedanken zu machen, wer überhaupt der Zielkunde ist, welche man will und welche nicht. Es soll ja nicht jeder Kunde ein bisschen zufriedengestellt werden, sondern (bestimmte) Kunden voll. Wir haben die Kunden, die wir verdienen und die wir, mit allem was wir darstellen, anziehen.

Der Unternehmer Klaus Kobjoll schlägt vor, mit seinen 10-20 größten Fans (die Kunden, die am meisten begeistert sind) einen ‚Fancheck‘ mit zwei Fragen zu machen. So finden wir heraus, was uns aus der Sicht unserer Fans einzigartig macht.

  • Würden Sie uns weiterempfehlen, wenn ein Bekannter eine Leistung sucht, die wir anbieten?
  • Was antworten Sie Ihrem Bekannten, wenn er fragt, was bei uns besonders ist?

Ich bin Fan vom Cassiopeia. Und ich empfehle es nicht nur, wenn ich gefragt werde. Sondern sogar ungefragt wie in diesem Beitrag. Besser kann es für ein Unternehmen wohl kaum sein.

15. Juli 2014 von Christoph Nowag | Kategorien: Think

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