Manchmal auch ungefiltert.

Ich habe vor kurzem eine Weinprobe mit Freunden organisiert. Neun Weine wollten wir verkosten und anschließend trinken. Doch neben uns Jungs hat noch jemand ‘mitverkostet’: Google, bzw. irgendwelche über das Internet gefundenen Weinverkoster /-portale etc. Ständig wurde per Smartphone geschaut, wie viel Punkte der Wein von diesem und jenem erhalten hat, was er kostet usw.

Anstatt der eigenen Sinnesorgane, übernahm teilweise das Internet die Oberhand. Statt den Wein selbst unvoreingenommen zu beschreiben, wurde resümiert, ob man es so sieht, wie der Weinkommentator den Wein beschreibt und ob der Preis (der eigentlich keine Rolle bei der Verkostung spielte) gerechtfertigt ist.

Das ist sicher nur ein Beispiel. Aber manchmal habe ich bei mir selbst die Befürchtung, dass ich schneller – beruflich wie privat – das Internet auf betriebsbereit schalte als mich selbst. Vielleicht sollte ich häufiger erst einmal auf mich selbst hören, mein vorhandenes Wissen abrufen etc., bevor ich Fremdmeinungen und –informationen einhole.

Ein weites Beispiel: Mein Vater und ich waren auf mehrtägiger Fahrradtour. Wir haben gekonnt den Weg verloren. Während ich mit dem iPad und dem kaum vorhandenen Empfang kämpfte, fragte mein Vater einen Einwohner nach dem Weg. Das ging. Und zwar schneller, kompetenter und netter als das, was ich hinbekommen habe.

Es könnte ja sein, dass wir unsere Fähigkeit zur Informationsbeschaffung im Internet weiter perfektionieren, aber gleichzeitig unser Eigenurteil, die Selbstsicherheit und die anderen Möglichkeiten in den Hintergrund treten. Vielleicht sollten wir häufiger erst einmal auf ‘ungefiltert’ und erst dann auf  ‚online‘ schalten.

26. Juni 2012 von Christoph Nowag | Kategorien: Think | 7 Kommentare

Schreibtisch Dr. Peter Kreuz

Dr. Peter Kreuz
Autor, Keynote-Speaker
und Querdenker aus Leidenschaft

http://www.foerster-kreuz.com/
http://www.backstage-report.com/ 

Wer auf allen fünf Kontinenten Menschen aufspürt, die den Mut haben, Unkonventionelles zu denken und durchzusetzen, für den passt das
Konzept eines festen Schreibtischs nicht. Mit Notebook ausgestattet gibt es fast überall inspirierende Locations und Schreibtische. Hier im Blue Fin Building, 110 Southwark Street, London. Analog und unplugged.

22. Juni 2012 von Christoph Nowag | Kategorien: Bürobilder | Kommentare deaktiviert für Schreibtisch Dr. Peter Kreuz

Der Social-Media-Spielplatz.

Letzte Woche war ich auf einem Vortrag über Social Media. Am Schluss des Vortrags wurden wir darauf hingewiesen, dass wir eine Strategie brauchen, um im Internet erfolgreich zu sein. Und egal welche Publikation man übers Web und sein eigenes mögliches Tun dort liest: Man braucht eine Strategie.

Wikipedia sagt uns, dass Strategie ein ‘längerfristig ausgerichtetes Anstreben eines Ziels unter Berücksichtigung der verfügbaren Mittel und Ressourcen’ ist. Und irgendwie klingt das ein bisschen kompliziert. Und es klingt auch so, als müsste man vor Beginn ziemlich herumüberlegen, wie man das alles anfängt. Ich möchte einmal zeigen wie meine Überlegungen und mein Tun dazu laufen:

  1. Für mich sind die diversen Social-Media-Möglichkeiten unterschiedliche Spielplätze. Und ich habe unterschiedlich viel Lust, dort mitzuspielen. Wenn ich eine neue Möglichkeit entdecke (Blog, Xing, Facebook, Google+, Twitter usw.) versuche ich, etwas darüber herauszufinden und spreche mit Menschen, die den Spielplatz kennen.
  2. Wenn ich den Spielplatz interessant finde, möchte ich möglicherweise mitspielen. Für den Einstieg bekomme und suche ich mir meistens eine Hilfestellung. Johannes Lemminger hat mich einen Samstag Vormittag bei Xing unterstützt. Onchestra tat und tut dies wesentlich beim Blog, bei Facebook und bei allen Wehwehchen, die ich habe. Ohne diese Hilfen hätte es vom ‘ich will’ bis zum ‘ich kann‘ viel länger gedauert.
  3. Ich spiele aktiv. Ich kann nicht überall mitmachen. Aber dort, wo ich mitmache, mache ich auch mit. Einen Blog zu beginnen und dann nur noch spärlich zu aktualisieren kommt mir genauso unsinnig vor, wie bei Xing und Konsorten nur gelegentlich einen neuen Kontakt zu generieren.
  4. Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, mehrere Schritte zurückzutreten und sein eigenes Tun anzuschauen. Wo bin ich aktiv? Wie trete ich auf? Wen möchte ich ansprechen und wen spreche ich tatsächlich an? Wieviel Zeit investiere ich? usw.
    Es kann gut sein, dass ich mein Spiel dann ändere und neu ausrichte. Doch auch hier wieder: Ich spreche davor mit Menschen. Denn die haben andere Sichtweisen als ich. Und diese Perspektivwechsel, die ich bei Gesprächen u.a. mit Dieter Soldan, Hannelore Ohle und Denise Maurer erhalte, lassen mich irgendwann klar sehen, bei welchen Spielen ich wie mitspielen möchte.

Ich könnte es auch noch kürzer formulieren:
Es macht mir Spass. Ich lasse den Kopf eingeschaltet. Ich habe reale Kontakte mit denen ich reden kann. –  Und die mir wichtiger sind als virtuelle Kontakte.  – Ich gehe es an und ändere bei Bedarf auch wieder.

Und wie sieht Ihre Social-Media-Strategie aus ?

19. Juni 2012 von Christoph Nowag | Kategorien: Think | 2 Kommentare

Schreibtisch Simone Lensing

Simone Lensing
Steuerberaterin

http://lensing-steuerberater.de/

Wie sieht es in anderen Büros aus? Das ist nicht nur Neugier, sondern vielleicht erhält man auch Anregungen. Jeden Freitag wird ein vom Nutzer selbst fotografierter Schreibtisch gezeigt. Wenn auch Sie Ihren Schreibtisch zeigen wollen, mailen Sie bitte ein Bild und teilen Sie mit, ob Name, Homepage-URL und der Beruf veröffentlicht werden dürfen. info@steuerberatercoach.de

15. Juni 2012 von Christoph Nowag | Kategorien: Bürobilder | 1 Kommentar

Foto Terminkartei

Der Fotograf Peter Oppenländer hat auf seiner neu gestalteten Homepage unzählige Fotos. Unter anderem auch die Terminkartei. Das freut mich riesig !

http://peter-oppenlaender.de

13. Juni 2012 von Christoph Nowag | Kategorien: Terminkartei | Kommentare deaktiviert für Foto Terminkartei

Das Glas ist irgendwie gefüllt.

Auf die Frage ‘Ist das Glas für Sie halb voll oder halb leer?’ wird die häufigere Antwort wohl ‘Halbvoll sein’. Das erscheint mir zumindest die geläufigere Antwort. Unabhängig davon, was Sie wirklich meinen.

Auch ich hätte die Antwort bisher so gegeben. Aber ich bin mir mittlerweile nicht mehr so sicher, ob diese Sichtweise immer richtig ist. Halbvoll klingt nach ‘ich bin zufrieden damit‘ oder ‘es ist schon recht, wie es ist’. Halbleer dagegen klingt eher nach ‘damit bin ich nicht zufrieden‘ und nach ‘das soll anders werden’.

Es ist unsere Wahl, ob wir mit dem momentanen Zustand zufrieden sind. Und es ist genau so meine Wahl, ob ich jammere, meckere und den Kopf in den Sand zu stecken. Denn dann bleibe ich, wo und was ich bin.

Aber es liegt auch an uns, die Unzufriedenheit als Antrieb zu nutzen und in Schwung zu kommen, um die Situation zu verändern. Diese Variante ist anstrengender und erfordert auch mehr Mut als nur weiter skeptisch nichts zu tun.

Wir müssen unsere Komfortzone verlassen. Und es ist nicht gesagt, dass wir gleich in die richtige Richtung laufen. Doch wenn wir es versucht haben, wissen wir zumindest, dass dieser Weg ein Irrweg ist, aus dem wir etwas lernen können.

Wenn ich das nächste mal gefragt werde < Ist das Glas halbleer oder halbleer? > werde ich antworten: < Egal. Ich hole mir jetzt noch etwas mehr. > … Ein Perspektivenwechsel.

Direktlink zu einem weiteren Beitrag:
Halb zog sie ihn, halb sank er hin. Über Veränderungen.

12. Juni 2012 von Christoph Nowag | Kategorien: Think | 5 Kommentare

Schreibtisch Werner Deck

Werner Deck
Maler- und Lackiermeister
Geschäftsführer von malerdeck GmbH 

http://malerdeck.de/
http://www.malerdeck.de/blog/ 

Das Chaos auf meinem Schreibtisch hat natürlich einen Grund. Tags zuvor war unser Flachdach undicht und mir regnete es ins Büro. Da wurde schnell alles „zusammengerafft“. Sonst sieht es natürlich aufgeräumter aus. 😉

05. Juni 2012 von Christoph Nowag | Kategorien: Bürobilder | 3 Kommentare

Chancen fallen nicht von den Bäumen.

Sprüche wie ‘Sie hat ihre Chance genutzt’ oder ‘er hatte auch die Chance’, oder ‘die Chance wurde vergeben’ kennen wir alle. Und manchmal gehören wir selbst zu den Glückspilzen, manchmal zu den Pechvögeln.

Ob wir Glückspilz oder Pechvogel sind, hängt wohl weniger von der Umwelt ab, sondern stark von uns selbst, und wie wir mit Möglichkeiten umgehen. Wenn wir offen sind für neue Einflüsse, Erfahrungen und Begegnungen, ist die Chance ungleich höher, dass wir Chancen als solche sehen und auch erkennen. Aber nicht jede gute Gelegenheit ist auch eine Chance. Wir müssen auswählen. Sonst verzetteln wir uns. Klare Ziele zu haben hilft dabei sehr.

Eine Chance erkannt zu haben ist prima. Aber nichts wert, solange wir nicht diese Chance nutzen. Es braucht die Umsetzung und die Anstrengung, um eine Gelegenheit zu einem Erfolg werden zu lassen. Die Richtung von Edison stimmt, der gesagt hat ‘Genie ist 1 % Inspiration und 99 % Transpiration’. Wenn wir eine Gelegenheit umsetzen wollen, gibt es Schwierigkeiten und Probleme, die es zu überwinden gilt. Und manchmal müssen wir vielleicht auch einen anderen Weg einschlagen als zuvor gedacht.

Chancen kann man sich erarbeiten. Wer ein konkretes Ziel hat, ist offener für neue Begegnungen und baut z.B. aktiv sein Netzwerk aus. Wir suchen bewusst nach Möglichkeiten und Chancen, sind offener für neue Erfahrungen. Wir müssen bereit sein, Chancen zu fangen. Gelegenheit braucht auch hier Vorbereitung (s. Beitrag Gelegenheit braucht Vorbereitung).

Beginnen wir, an unseren Chancen zu arbeiten und sie zu erkennen. Und lassen wir uns von diesem Funken anstecken. Damit sie nicht nur Chancen sind, sondern Erfolge werden.

05. Juni 2012 von Christoph Nowag | Kategorien: Think | 2 Kommentare

Schreibtisch Jörg Göhl

Jörg Göhl
Geschäftsführer bei Kirson Industrial Reinforcements GmbH

http://www.kirson.de 

01. Juni 2012 von Christoph Nowag | Kategorien: Bürobilder | 1 Kommentar

Unternehmenskultur haben. Und kommunizieren.

Über Kultur im Unternehmen ist viel die Rede. Jedes Unternehmen hat eine. Nur ist sich nicht jeder darüber klar, was für eine. Und es ist vielleicht auch nicht die Erwünschte.

Die Kanzlei Tutas, Knust und Partner dagegen hat die TKP-Kultur in einer Weise umgesetzt und kommuniziert, die ich nur noch toll finde. Das ist prima für das Unternehmen selbst, neue Kunden, für die Suche nach neuen Mitarbeitern und noch so vieles mehr.

Hier geht es zum Folder.

31. Mai 2012 von Christoph Nowag | Kategorien: Schnipsel | 2 Kommentare