Lebenszeit. Arbeitszeit. Freizeit.

Bild 2014_02_25 ZeitGelegentlich verfolge ich die Gedanken einiger Coaches, Berater und Trainer. Dabei habe ich den Eindruck, dass große Einmütigkeit darin besteht, dass die Unterscheidung von Arbeits- und Freizeit aufgehoben ist und die Grenzen immer stärker verwischen. Auch in Teilen meines Bekannten- und Freundeskreises wird diese Meinung geteilt. Alles ist Lebenszeit und die Arbeit wird dann erledigt, wenn sie anfällt.

Natürlich ist alles Lebenszeit. Aber für mich gibt es im Grundsatz Zeiten für die unterschiedlichen Lebensbereiche. Ich bevorzuge es zu arbeiten, wenn ich arbeite und anderes außerhalb dieser Zeit zu machen.

Mein eigener Kosmos tangiert zudem viele andere. Die Mitarbeiter, Familie, Kunden usw. Eine grobe Strukturierung und feste Rituale helfen auch diesen in der eigenen Planung und Arbeit und erleichtern damit die Zusammenarbeit sowie das Zusammenleben.

Gerade bei Unternehmern sind die verschiedenen Lebensbereiche miteinander verwoben. Aber ist es nicht gut, Auszeiten vom Beruf zu haben, während wir mit der Familie oder Freunden unterwegs sind und uns andersherum während der Arbeitszeit auch wirklich auf die Arbeit zu konzentrieren?

25. Februar 2014 von Christoph Nowag | Kategorien: Think | 4 Kommentare

Blitzlicht: Steuerinformation März

Bild TrainierenDie Themen im neuen Blitzlicht (Steuern, Recht Wirtschaft):

  • Fälligkeitstermine Steuern/Sozialversicherung März und April 2014
  • Vorrang des Flächenschlüssels vor dem Umsatzschlüssel bei Vorsteueraufteilung bezüglich eines gemischt genutzten Gebäudes
  • Geschäftsveräußerung im Ganzen auf mehrere Umsatzsteuer-Subjekte
  • Voraussetzungen zur Anwendung der 1 % Regelung
  • Keine regelmäßige Arbeitsstätte bei wiederholter befristeter Zuweisung des Arbeitnehmers an einen anderen Betriebsteil des Arbeitgebers
  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld weiterhin für 12 Monate
  • Anerkennung eines Mietverhältnisses zwischen Ehegatten bei Mietentgelt durch Überlassung eines Pkw
  • SEPA-Umstellung kommt später
  • Lohnsteuerpauschalierung für Geschenke
  • Kosten eines Studiums als Erstausbildung keine Werbungskosten und keine Betriebsausgaben
  • Steuerbefreiung für Leistungen zur Pflege des Erblassers

Download:   > Blitzlicht März 2014

 

24. Februar 2014 von Christoph Nowag | Kategorien: Steuern | Kommentare deaktiviert für Blitzlicht: Steuerinformation März

Das Ziel fest im Blick.

Bild 2014_02_18 TraumzielEin Mandant ist Ingenieur und arbeitete bei einem Autobauer. Seine Arbeit machte ihm Spaß, er verdiente gut, war abgesichert. Alles war ok. Aber eben nur ok. Denn er brannte für etwas ganz anderes: Das Fliegen. Als Hobby flog er schon lange, doch das war ihm zu wenig. Er wollte häufig und große Maschinen fliegen. Und irgendwann wurde aus dem Wunsch ein konkretes Ziel: ‘Ich werde Pilot und fliege mit den großen Flugzeugen zu den schönsten Zielen dieser Welt.’

Die Grundvoraussetzungen wie Gesundheit etc. waren geprüft und gegeben. Er bewarb sich beim Ausbildungsprogramm der Lufthansa und fiel durch. Also musste er einen anderen Weg einschlagen und seine Pilotenausbildung selbst bezahlen. Dafür waren Jahre eisernen Sparens  angesagt. Die Ausbildung selbst kostet einige zehntausend Euro. Und er war sich nicht sicher, ob er berufsbegleitend die Lernstrapazen schaffen würde.

Irgendwann hatte er das Geld zusammen und die Ausbildung begann. Der Punkt kam, an dem Beruf und die erfolgreiche Ausbildung nicht mehr nebeneinander möglich waren. Doch er war darauf vorbereitet, kündigte und konzentrierte sich nur noch auf die Pilotenausbildung.

Er wurde Flugzeugführer und startete als Pilot eines großen Frachtflugzeugs. Er flog nur nachts und zu keinen attraktiven Zielen. Aber er flog von Beginn an die großen Maschinen. Nach zwei Jahren wechselte er den Arbeitgeber. Jetzt fliegt er Menschen mit den ganz großen Flugzeugen zu den schönsten und entferntesten Punkten der Welt. Er ist da angekommen, was er sich immer gewünscht hat. Und ist glücklich.

Der Weg war nicht leicht und die Reise hat lange gedauert. Es gab einige harte Entscheidungen zu treffen und ob das Ziel erreicht würde, war nicht immer klar. Aber er hat an sich und seinen großen Traum geglaubt, hat einen Schritt nach dem anderen gemacht, ist auch Umwege gegangen.

Er hatte das Ziel immer fest im Blick.

18. Februar 2014 von Christoph Nowag | Kategorien: Think | Kommentare deaktiviert für Das Ziel fest im Blick.

Steuer: Haushaltsnahe Dienstleistungen

Bild HausDas geht jeden an: Die steuerliche Berücksichtigung von haushaltsnahen Dienstleistungen.

  • Was sind haushaltsnahe Dienstleistungen ?
  • Welche Handwerkerleistungen sind begünstigt ?
  • Welche Besonderheiten gibt es bei Pflege- und Betreuungsleistungen ?
  • Was für Voraussetzungen müssen erfüllt sein ?
  • Wie hoch ist die Steuerermäßigung ?

Informationen zum herunterladen (pdf): Haushaltsnahe Dienstleistungen 10.2013

14. Februar 2014 von Christoph Nowag | Kategorien: Steuern | Kommentare deaktiviert für Steuer: Haushaltsnahe Dienstleistungen

Ruf doch mal an.

Bild 2014_02_11 TelefonEmails zu schreiben ist etwas Tolles. Ich kann Sie schreiben, wann ich  will. Der Empfänger kann sie lesen, wann er möchte. Wir können abzuarbeitende Punkte klar strukturieren und Anhänge mitschicken. Emails unterbrechen einen nicht im produktiven werkeln, soweit man nicht jedem Eingang sofort hinterspringt. Wir haben etwas Schriftliches und können es auch archivieren. Es gibt viele Gründe für Emails.

Einer meiner ältesten Freunde dreht ein großes und schnelles Rad, ist im deutschsprachigen Raum auf seinem Gebiet eine Kapazität, hat viele unterschiedliche Projekte laufen, publiziert Standardwerke … Für ihn sind Emails unglaublich wichtig. Doch dann verblüffte er mich mit der Aussage, er würde immer öfter zum Telefonhörer greifen. Das ist nicht immer praktikabel aber doch häufig.

Geschrieben und gesendet sind Emails sehr schnell. Wir haben dann keine Möglichkeit mehr, auf den anderen einzugehen, bestimmte Punkte gleich zu regeln, Missverständnisse unkompliziert auszuräumen, während der Kommunikation auf Feinheiten zu achten und zu reagieren. Es gibt auch keine maßlosen cc-Verteiler usw.

Angerufen zu werden kann bedeuten, dass wir in unserer Tätigkeit unterbrochen werden. Doch das kann man organisieren. Und wer ist schon die ganze Zeit produktiv tätig.

Ohne Emails geht es nicht. Aber häufiger einmal der Griff zum Hörer statt in die Tasten ist ein lohnendes Experiment.

11. Februar 2014 von Christoph Nowag | Kategorien: Think | 2 Kommentare

Steuer…Recht…Unrecht…Chaos

Bild BewegungBei dem ganzen Durcheinander, das die Gesetzgeber, Finanzverwaltung und Gerichte uns bescheren, könnte man glatt den Kopf in den Sand stecken. Das hilft aber nichts. Besser ist es, die Gehirnwindungen in Bewegung zu versetzen und Neues zu erfahren.

Wir möchten Ihnen dabei helfen. Zukünftig werden wir zu den Impulsen in angemessener Dosis Steuerthemen aufblitzen lassen. Nicht zu viel. Versprochen.

Wenn Sie nichts verpassen wollen, können Sie sich rechts für unseren Newsletter anmelden. Per Email werden Sie dann zusätzlich informiert.

08. Februar 2014 von Christoph Nowag | Kategorien: Blog, Steuern | Kommentare deaktiviert für Steuer…Recht…Unrecht…Chaos

Papierfreier Leben. Die Verzeichnisstruktur.

Sowenig es den richtigen Dateinamen gibt, sowenig gibt es die allgemeingültige Verzeichnisstruktur. Für mich passt am besten ‘so wenig wie möglich, so viel wie nötig‘. Über die Struktur mache ich mir im Voraus einige Gedanken und passe sie später auch gegebenenfalls an. Nachfolgend einige Beispiele:

  • Art und Zeit
    Häufig reichen der Oberbegriff und (Jahres-)Unterverzeichnisse (hier noch zusätzlich ganz oben – und nicht sichtbar – der Kundenname). Der Rest läuft über die Dateinamen.Bild 2014_02_04 Verzeichnis DokOrg

 

 

 

 

  • Dauerunterlagen und laufende Dokumente
    Dauerunterlagen sind für einen längeren Zeitraum gültig. Laufende Dokumente dagegen eher zeitpunktbezogen oder nur für einen kürzeren Zeitraum von Bedeutung.

    Bild 2014_02_04 Verzeichnis Versicherungen

 

 

 

 

  • Alphabetische Sortierung oder Nummerierung
    Meistens reicht die alphabetische Sortierung. In seltenen Fällen hat es sich bewährt, vor den Begriff eine Nummerierung zu setzen. Diese dient dazu, zusammengehöriges beisammen zu haben und die Reihenfolge der Ordner festzulegen.Bild 2014_02_04 Verzeichnis Prozesslandschaft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei den Vorüberlegungen helfen wunderbar eine MindMap oder kleine Karteikarten. So kann ich einen Verzeichnisbaum vorab aufbauen und die Ordner so lange verschieben, bis die Struktur stimmig ist. Gerade wenn es komplexer wird hilft es, sich vorab Gedanken zu machen.

Ich könnte es mir derzeit nicht vorstellen, ohne Verzeichnisse zu arbeiten. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die Strukturen noch klarer und einfacher sein könnten. Es ist ein Weg mit Etappenzielen.

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Zur Übersicht des Projektes < Papierfreier Leben>:  Übersicht.

04. Februar 2014 von Christoph Nowag | Kategorien: Papierfreier Leben | Kommentare deaktiviert für Papierfreier Leben. Die Verzeichnisstruktur.

Virtuelle Assistenz. Ein Erfahrungsbericht.

Bild 2014_01_28 LaptopsSeit etwas mehr als einem Jahr arbeite ich mit einer Assistentin zusammen. Sie erledigt für mich kleinere und größere Aufgaben. Sowohl immer wiederkehrende als auch einmalige Dinge. Wir kennen uns nicht persönlich, haben bisher nur über das Internet kommuniziert. Komische Sache? Das fand ich am Anfang auch.

Manchmal habe ich einen ganz Sack voll kleiner oder großer Dinge, wie Recherchen, zu überarbeitende Texte, Powerpoint-Präsentationen usw. die ich gerne vom Tisch haben wollte. Im Büro konnte es niemand übernehmen. Also habe ich diese Jobs selbst erledigt. Doch gerade, weil diese Aufgaben so stoßweise anfallen, war es mir manchmal zu viel.

Ich habe viel überlegt, wer mir diese Aufgaben abnehmen könnte. Und irgendwann bin ich über das Schlagwort ‘virtuelle Assistenz’ gestolpert. Im Netz fand ich einige Firmen, die so eine virtuelle Assistenz anbieten. Bei der virtuellen Assistenz handelt es sich um ein Dienstleistungsangebot, bei dem die Assistentin (es gibt natürlich auch Männer, aber ich nutze jetzt aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen die weibliche Form) räumlich unabhängig Aufgaben für einen erledigen. Kommuniziert wird über Email, Skype, Telefon etc. Es muss sich um Aufgaben handeln, bei denen keine persönliche Anwesenheit erforderlich ist und bei denen der Datenschutz keine Priorität hat.

Im Netz gibt es viele Angebote. Einige davon mit Stundensätzen, die an Ausbeutung erinnern. Deswegen habe ich für mich definiert, nach was genau ich suche und wie ich es machen möchte:

  • Ich wollte eine auf Dauer angelegte Assistenz und keine wechselnden Personen.
  • Die Zusammenarbeit sollte für beide Seiten fair sein, was u.a. auch die Bezahlung betrifft.
  • Es sollte sich um ein deutsches Unternehmen handeln und keine sprachlichen Verständigungsschwierigkeiten geben.
  • Meine Aufgaben sollten erledigt werden, aber ich brauche keinen ‘Sofort-Service’.

Mit diesen Kriterien war die Angebotsauswahl nicht mehr so groß. Ich nahm mit einem Unternehmen Kontakt auf und versuchte es. Mir wurde eine Assistentin vorgeschlagen. Jurastudentin. Für mich ein Glücksfall. Die ersten Aufgaben waren klein und überschaubar. Mit wachsendem Vertrauen und dem Wissen, was geht und was nicht, wuchsen die Aufgaben und der Grad der Selbständigkeit. Um bestimmte Daueraufgaben musste ich mich gar nicht mehr kümmern.

Jetzt ist meine virtuelle aber persönliche Assistentin mit dem Studium fertig und damit endet unsere Zusammenarbeit. Doch sie hat dafür gesorgt, dass ich wieder eine passende Person an meiner virtuellen Seite habe und die Aufgaben an sie übergeben. Besser geht es nicht.

28. Januar 2014 von Christoph Nowag | Kategorien: Think | 8 Kommentare

Leistungen und ihr Wert: Pablo Picasso und das Schnellbild

Bild 2014_01_23 BildPicasso malte bei Gelegenheit Bilder auf Vernissagen. Manchmal malte er ein Bild in nur zehn Minuten. Auf einer dieser Ausstellungen verkaufte er ein solches „Schnellbild“ für 15.000 Dollar – in den fünfziger Jahren eine enorme Summe. Als ein Journalist ihn daraufhin fragte, wie er einen solchen Preis bei zehn Minuten Malzeit rechtfertige, fragte Picasso zurück: < Wieso rechtfertigen? Sehen sie, was sie für zehn Minuten halten, waren bei mir 55 Jahre, sieben Monate, zwei Wochen, drei Tage, 15 Stunden und zehn Minuten. >

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Ich habe keine Ahnung, ob die Geschichte stimmt.

23. Januar 2014 von Christoph Nowag | Kategorien: Think | Kommentare deaktiviert für Leistungen und ihr Wert: Pablo Picasso und das Schnellbild

Leistungen und ihr Wert: Restaurant sucht Musiker. Musiker sucht Restaurant.

Bild 2014_01_22 MusikerAnfrage:

Wir sind ein kleines Restaurant und suchen Musiker, die gelegentlich bei uns musizieren, um bekannt zu werden. Wir können keine Gage zahlen, aber wenn die Sache gut funktioniert und die Musik bei unseren Gästen ankommt, könnten wir an den Wochenenden auch Tanzveranstaltungen durchführen. Sollten Sie also daran interessiert sein, Ihre Musik bekannt zu machen, melden Sie sich bitte bei uns.

Antwort:

Wir sind Musiker und wohnen in einem ziemlich großen Haus. Wir suchen ein Restaurant, das gelegentlich bei uns Catering macht, um bekannt zu werden. Bezahlen können wir nichts, aber wenn die Sache gut funktioniert und das Essen schmeckt, könnten wir das regelmäßig machen. Es wäre bestimmt eine gute Reklame für Ihr Restaurant. Bitte, melden Sie sich bei uns.

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Dieser Text kommt nicht von mir. Ich weiß leider nicht, woher ich ihn habe.

22. Januar 2014 von Christoph Nowag | Kategorien: Think | Kommentare deaktiviert für Leistungen und ihr Wert: Restaurant sucht Musiker. Musiker sucht Restaurant.