Übersicht im Kabel-Dschungel.

Bild 2014_09_16 USB-KabelIch bin vermutlich nicht der einzige, der eine stattlich Anzahl von USB-Kabeln hat. Nachdem bei uns jeder Fotoapparat, E-Reader, Tablet, Handy, Akku-Lautsprecher, Fahrrad-Navigator usw. eigene Kabel hat, war es schwer in diesem Dschungel von Lade- und Verbindungsdrähten die Übersicht zu behalten.

Am Wochenende ist mir der ‚Geistesblitz‘ gekommen, wie der Sache Herr zu werden ist. Die Idee wurde gleich mit tatkräftiger Unterstützung des Nachwuchses realisiert.

  1. Alle Kabel aus allen Schachteln, Schubladen etc. herausholen und sammeln.
  2. Von allen Kabelarten jeweils nur ein Exemplar aufbewahren. Die restlichen Kabel kommen weg. Das lichtet schon sehr das Durcheinander.
  3. Alle Kabel mit Kabelbindern aufrollen. Die Kabelbinder haben Klettverschluss.
  4. Auf ein Brett mehrere ‚Gegenklettband/-bänder‘ kleben.
  5. Die Kabel mit den Kabelbindern auf dem ‚Gegenklettband‘ befestigen.
  6. Auf das Brett schreiben ich zukünftig jeweils, zu welchen Gerätschaften das Kabel passt.

Alle USB-Kabel sind damit nur noch an einem Ort (Devise: Jedes Ding hat seinen einen Ort), aufgerollt und beschriftet, zu was sie alles passen. Sie können einfach gelöst und wieder befestigt werden.

Die Langzeiterfahrung fehlt mir noch. Aber ich habe ein gutes Gefühl. Und den Überblick.

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Was ich an Material gebraucht habe:

  • ein Brett: So groß, dass alles drauf passt, so klein, dass es in den Schrank passt.
  • Kabelbinder: > Link
  • Klettband, um Kabelbinder am Brett zu befestigen. Ich weiß nicht, ob es ein > Hook-Band oder ein > Loop-Band ist.
16. September 2014 von Christoph Nowag | Kategorien: Think | Kommentare deaktiviert für Übersicht im Kabel-Dschungel.

Überblick dank Post-It.

Bild 2014_09_09 Überblick mit Post-ItsIch saß mit Mandanten zusammen. Sie und er sind ganz spannende junge Menschen. Er arbeitet zurzeit in einem dieser High-Tech-Forschungslabore an irgendwas ganz High-Tech mäßigen. Sie arbeitet in einem Technologiekonzern.

Überraschenderweise sah ich bei Ihnen noch nie ein Smartphone, Tablet, einen Laptop etc. Sondern alle Fragen sind auf Post-Its notiert, die auf dem jeweiligen Dokument kleben. Alle noch zu erledigenden Aufgaben werden ebenfalls auf Post-Ist notiert.

Wir unterhielten uns über Arbeitsstile und Hilfsmittel. Seine Frau und er haben alle neuen technischen Gerätschaften, die man sich so vorstellt, dass man sie braucht. Aber diese neuen Technologien bieten ihnen für viele Aufgaben nicht genug visuellen Überblick. Und dann kommen die Post-Its zum Einsatz. Mit ihnen verschaffen Sie sich den nötigen Überblick auch bei großen Projekten. Privat wie beruflich.

Im Moment haben sie ein privates Großprojekt, bei dem eine Tafel zum Überblickbehalten nicht mehr ausreicht. Deswegen kleben die Post-Its in ihrer Wohnung an Türen. Jede kleine Teilaufgabe und jeder Gedanke wird auf ein Post-It geschrieben und an die ‚Start-Tür‘ geklebt. Wenn eine Aufgabe bearbeitet wird, wird das entsprechende Post-It an die nächste Tür, die in ‚In-Bearbeitung‘-Tür, umgeklebt. Es kann sein, dass es mehrere ‚In-Bearbeitungs-Türen‘ gibt: Gerade angefangen. Mittendrin. Und fast erledigt. Wenn die Aufgabe erledigt ist, kommt der Post-It auf die ‚Erledigt-Tür‘.

Seine Wohnungs- oder Bürotüren mit Aufgaben-Post-Its zu bekleben ist bestimmt ein etwas Einzelfall und dem großen Projekt geschuldet. Sonst reicht ein Whiteboard oder eine Pinnwand aus, die unterteilt werden in ‚Start – In Bearbeitung (vielleicht noch weiter untergliedert) und – Erledigt.

Vielleicht hilft auch Ihnen diese Visualisierung bei Ihren Aufgaben. Privat wie beruflich.

09. September 2014 von Christoph Nowag | Kategorien: Think | Kommentare deaktiviert für Überblick dank Post-It.

Wertvolle Rituale.

Bild 2014_09_02 RitualePrivat wie im Unternehmen gibt es Rituale. Rituale können liebgewordene feste Abläufe oder Handlungen sein. Manche Rituale praktizieren wir (mehrmals) täglich, andere nur fallweise.

Bestimmte Rituale sind Moden unterworfen. Im Moment scheinen sich viele Menschen über Morgenrituale Gedanken zu machen. ‚Wie starte ich perfekt in den Tag?‘ Andere Rituale kommen uns wie alte, unnötige Zöpfe vor und gehören abgeschnitten.

Viele Rituale empfinden wir als wertvoll. Häufig sind es kleine, positive Dinge. Solche Rituale können Zeichen von Wertschätzung und Orientierung im ganzen Durcheinander der Veränderungen sein. Sie sind Teil der gelebten Unternehmenskultur und uns manchmal gar nicht bewusst.

Rituale funktionieren nur, wenn wir uns die notwendige Zeit nehmen und auch fest einplanen. Es gibt keine fallweisen Rituale. Rituale haben etwas mit regelmäßig und systematisch zu tun und nutzen sich nicht ab, wenn man es mit Herz macht und nicht als Pflichtübung sieht.

Wie kommt man auf kleine Rituale, die auch für das Unternehmen taugen? Ich schaue mir u.a. an, was wir in der Familie machen. Vieles ist übertragbar. Weihnachten, Ostern, Nikolaus, Geburtstag, Urlaubsstart oder -ende usw. bieten viele Möglichkeiten in Bezug auf Mitarbeiter. Man kann den Kreis auch erweitern und sich kleine Rituale für Mandanten überlegen.

Was für Rituale haben Sie im Unternehmen?

02. September 2014 von Christoph Nowag | Kategorien: Think | Kommentare deaktiviert für Wertvolle Rituale.

Bewegt Euch.

Bild 2014_07_22 SchrittzählerViele von uns arbeiten im Sitzen. Und der andere Teil der Bevölkerung sitzt auch viel. Gut ist das für einen selbst nicht und das wissen wir auch. Wir alle kennen die Tipps: Treppe laufen, anstatt den Lift nehmen, das Auto stehen lassen und kurze Strecken zu Fuß oder per Rad zurücklegen usw. Häufig jedoch siegt die Trägheit.

Ab und zu braucht es eine Extraportion Motivation. Wenn Sie von uns selbst kommt, ist das toll. Doch manchmal brauchen wir einen ergänzenden Schubs. Seit einigen Monaten habe ich einen kleinen Schrittzähler in der Hosentasche. Er misst die Schrittzahl pro Tag, wie viele Stockwerke ich emporgelaufen bin und noch einiges andere. Es hilft mir tatsächlich. Ich möchte am Tag mindestens 10.000 Schritte gehen und 25 Treppen hochsteigen. Die Treppen schaffe ich immer. Aber wg der 10.000 Schritte muss ich manchmal ein zweites mal zum Briefkasten marschieren etc. Und wenn ich dann an einem Tag um die 40.000 Schritte gegangen bin und dazu noch 70 Treppen erstiegen habe, bin ich ein wenig stolz. Wie das technisch funktioniert weiß ich nicht. Aber der Zähler misst ziemlich genau und nachvollziehbar.

Ein bisschen muss man aufpassen, dass man nicht zum Sklaven der ganzen Technik wird. Ein Freund hat mir eine Geschichte erzählt, die genau dazu passt: Er fährt mit einem Bekannten Rennrad. Sein Bekannter hat wie ein Wahnsinniger für ein Radrennen trainiert. Sein Rennrad ist u.a. mit einem Wattmesser ausgerüstet. Am Tag des Rennens fiel kurz nach dem Start der Wattmesser aus. Der Fahrer brach das Rennen ab, für das er so lange trainiert hatte. Er war ohne den Wattmesser orientierungslos, hatte wohl verlernt, auf die Signale des eigenen Körpers zu hören.

Ich gehe jetzt noch etwas vor die Tür, ein paar Minuten die Füße vertreten. Mein Motivation-Zähler meint, ich könnte es heute noch gebrauchen. Ich meine das auch.

22. Juli 2014 von Christoph Nowag | Kategorien: Think | 2 Kommentare

Nicht nur Kunde, sondern Fan.

Bild 2014_07_15 Bitte eintretenEnde 2013 musste das Restaurant Cassiopeia wegen Abriss des Gebäudes schließen. Eine Institution in Stuttgart verlor ihr Quartier. Die Betreiber waren auf der Suche nach einer neuen Location und als sie diese gefunden hatten musste noch umgebaut und renoviert werden. Über sechs Monate war Funkstille, nur unterbrochen durch gelegentliche Hinweise, dass es noch dauert.

Doch dann waren sie plötzlich wieder da, verkündeten das auf ihrer Homepage und verschickten einen Email-Newsletter. Sie riefen. Und viele kamen. Prompt war das Restaurant wieder gut besucht. Viele der Kunden sind nicht nur Gäste, sondern Fans.

Von Peter F. Drucker stammt der Satz ‚Die besten Unternehmen schaffen keine Kunden. Sie schaffen Fans.‘ Dazu gehört es, sich Gedanken zu machen, wer überhaupt der Zielkunde ist, welche man will und welche nicht. Es soll ja nicht jeder Kunde ein bisschen zufriedengestellt werden, sondern (bestimmte) Kunden voll. Wir haben die Kunden, die wir verdienen und die wir, mit allem was wir darstellen, anziehen.

Der Unternehmer Klaus Kobjoll schlägt vor, mit seinen 10-20 größten Fans (die Kunden, die am meisten begeistert sind) einen ‚Fancheck‘ mit zwei Fragen zu machen. So finden wir heraus, was uns aus der Sicht unserer Fans einzigartig macht.

  • Würden Sie uns weiterempfehlen, wenn ein Bekannter eine Leistung sucht, die wir anbieten?
  • Was antworten Sie Ihrem Bekannten, wenn er fragt, was bei uns besonders ist?

Ich bin Fan vom Cassiopeia. Und ich empfehle es nicht nur, wenn ich gefragt werde. Sondern sogar ungefragt wie in diesem Beitrag. Besser kann es für ein Unternehmen wohl kaum sein.

15. Juli 2014 von Christoph Nowag | Kategorien: Think | Kommentare deaktiviert für Nicht nur Kunde, sondern Fan.

Sich sichtbar machen.

Bild 2014_07_08 Bemerkbar machenUnternehmen können das beste Angebot der Welt haben. Wenn niemand davon weiß, ist es so, als gäbe es die Leistung nicht. Sie wird nicht nachgefragt. Gerade Existenzgründer und kleinere Unternehmen tun gut daran sich zu überlegen, wie wir uns und unsere Leistungen sichtbar machen können.

Die Grundfrage lautet: ‚Wie erfahren (mögliche) Kunden, dass meine Leistungen ihnen helfen?‘

Es gibt viele verschiedene Wege sichtbar zu werden und es gilt, den für sich richtigen Weg zu wählen: Empfehlungen, Homepage, Vorträge, Anzeigenschaltung, Artikel, Blog, Facebook, Newsletter sind nur einige davon. Doch wer zu viele Kanäle wählt, läuft Gefahr, sich zu verzetteln.

Unabhängig davon, welchen Kanal wir gewählt haben, wollen wir Botschaften transportieren. Also müssen wir uns Gedanken zu den Themen und Inhalten machen. Das ist echte Arbeit. Und wir brauchen einen Plan, wie häufig wir Botschaften aussenden wollen.

Wir haben uns alles fein überlegt: Über welche Kanäle wir sichtbar sein wollen, mit welchen Themen und Inhalten, wie häufig usw. Doch dann kommt die Ernüchterung: Niemand interessiert sich für uns. Es kann schon sein, dass wir aufs falsche Pferd gesetzt haben. Wahrscheinlicher ist aber, dass wir Geduld, Ausdauer und Konsequenz benötigen, um wahrgenommen zu werden und als Folge daraus auch Erfolg haben.

08. Juli 2014 von Christoph Nowag | Kategorien: Think | Kommentare deaktiviert für Sich sichtbar machen.

Früh übt sich.

Bild 2014_07_01 MiteinanderWie jedes Jahr über Fronleichnam war die ganze Familie im Familienzeltlager. In diesen Tagen sehen wir unsere Kinder nur bei den Mahlzeiten oder wenn es jemanden zu trösten gibt. Ansonsten macht im Wesentlichen jeder, was er will. Und das bedeutet für Kinder und Erwachsene spielen, reden, singen usw. Quer durch alle Altersgruppen, Interessen und in wechselnden Konstellationen. Mannschaften werden gebildet, Turniere organisiert, es muss versucht werden, potentielle Mitspieler zu finden und zu begeistern.
Hier wird spielerisch geübt, was später mit zu den Kernfähigkeiten gehören wird: Soziale Kompetenz, Ideen zu verwirklichen, freies Sprechen vor der Gruppe, Teamfähigkeit, Niederlagen einzustecken und Erfolge zu feiern. Es ist toll zu sehen, wie sich manche Kinder entwickeln und im positiven Sinne zu Führern werden. In einem geschützten Umfeld, in dem gefahrlos und ohne es zu wissen geübt und trainiert werden kann.
Sich weiter zu entwickeln und die eigenen Grenzen zu verschieben ist für einen selbst – und manchmal auch für die Umgebung – anstrengend. Aber es ist jede Mühe wert. Sei es als unterstützende Eltern. Sei es für einen selbst.
01. Juli 2014 von Christoph Nowag | Kategorien: Think | 2 Kommentare

Ivan Blatter spricht mit Hermann Scherer.

Bild 2014_06_26 InterviewDas sollte Frau / Mann sich einmal anhören:
Ivan Blatter interviewt Hermann Scherer zu Produktivität, Büchern, Vorträgen, Kleiderschränken usw. Hier geht es zum Podcast

 

26. Juni 2014 von Christoph Nowag | Kategorien: Think | Kommentare deaktiviert für Ivan Blatter spricht mit Hermann Scherer.

Man müsste mal wieder. Ein Gedicht.

Bild 2014_06_24 TräumeIch bin über ein Gedicht von Thomas Knodel gestolpert. Es passt wunderbar zu den Gedanken  < Bevor es zu spät ist > von vor über einem Jahr.

 

Man müsste mal wieder Quatsch machen,
man müsste mal wieder laut lachen,
man müsste mal wieder lustig pfeifen,
man müsste mal wieder nach den Sternen greifen.

Man müsste mal wieder einfach verreisen,
man müsste man wieder auf alles werfen,
man müsste mal wieder spazieren gehen,
man müsste mal nicht immer nach dem Rechten sehen.

Man könnte ja manchmal einfach was wagen,
man müsste ja manchmal nicht alles ertragen,
man könnte ja manchmal sich selber pflegen,
mehr innen als außen, na meinetwegen.

Ich würd mal wieder gern tanzen im Regen,
ich würd mich mal wieder gerne in eine Wiese legen,
ich würde mal wieder gerne Lieder singen,
ich würde mal wieder gern über Mauern springen.

Lass uns die Zeiger der Uhr anhalten
und lass uns heut einfach die Zeit ausschalten.

Gedicht von Thomas Knodel

24. Juni 2014 von Christoph Nowag | Kategorien: Think | Kommentare deaktiviert für Man müsste mal wieder. Ein Gedicht.

Manchmal dauert es mit der Erfüllung von Träumen.

Bild 2014_06_03 GitarreAls Jugendlicher habe ich mit Freude die Gitarre bearbeitet und mächtig die Stimmbänder dabei zum Schwingen gebracht. Ich habe Lieder gespielt und geschrieben und war mit Begeisterung dabei. Mein Lieblingstraum in dieser Zeit war, dass ich auf einer Bühne stehe und zusammen mit Band und Publikum eine tolle Zeit habe.

Doch dieser Traum war nur Schaum. Ich habe nie in einer Band gespielt, geschweige denn vor Publikum, sieht man von Festen und Lagerfeuervergnügungen ab. Und irgendwann trat die Musik in den Hintergrund und wurde auf ein Minimum reduziert.

Wenn uns aber eine Sache wichtig ist, gibt es gute Chancen, dass sie irgendwann wieder zum Vorschein kommt. Und sei es wie in meinem Fall fast drei Jahrzehnte später. Ich habe wieder angefangen, Gitarre zu spielen. Zuerst nur für mich und mit den Kindern, dann wurde zusammen mit Freunden gesungen und irgendwann habe ich die Privatsphäre verlassen, um mit und für andere Menschen zu spielen.

Und wie das so ist, wenn man nicht nur von einer Sache träumt, sondern dafür brennt, fügen sich die Dinge. Oder besser: Man geht einen Weg und nimmt Chancen war. Plötzlich spielt man bei Gelegenheit zusammen mit anderen. Und die ersten Auftrittsmöglichkeiten bieten sich. Ein alter Traum beginnt Realität zu werden.

Von alleine passiert das alles nicht. Wir müssen uns für unseren Traum schon einsetzen, uns selbst in Bewegung bringen und dranbleiben.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie auch den einen oder anderen kleineren oder größeren Traum verwirklichen können. Für sich selbst. Vielleicht sogar zur Freude und zum Segen von anderen.

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Über meinen allerersten Auftritt und den Mut, die Komfortzone zu verlassen, habe ich schon an anderer Stelle geschrieben: Link

 

03. Juni 2014 von Christoph Nowag | Kategorien: Think | 3 Kommentare